Galli Rudolf

Gearbeitet wird in verschiedensten Massstäben und Bereichen. Die Bearbeitungsfelder umfassen sowohl detaillierte Planungen und Ausführungen von Neubauten, Instandsetzungen und Umnutzungen wie auch das Entwickeln von städtebaulichen Konzepten. Das Know How wird durch die Beteiligung an Wettbewerben, Studienaufträgen und Machbarkeitsstudien laufend erweitert, aktualisiert und vertieft. Standen in den vergangenen Jahren Wohnbauten, Dienstleistungsbauten, Schulen und Privathäuser im Fokus, erweiterte sich unser Tätigkeitsfeld in letzter Zeit um spezielle Aufgaben wie zum Beispiel einer Augenklinik, einer Tagesschule für Schwerstbehinderte, einer Grossküche mit Mehrzwecksaal und Personalrestaurant für eine Klinik sowie ein Projekt für die Erweiterung der SAC-Domhütte in Randa VS.

Bei kleineren und mittleren Aufgaben erbringen wir sämtliche Architektenleistungen. Damit gelingt es, einen breit abgestützten Praxisbezug zur Ökonomie und Technik des Bauens aufrechtzuerhalten. Bei der Realisierung grösserer Projekte konzentrieren wir uns auf den planerischen und konstruktiven Teil der Architektenleistung. Für die Kosten- und Terminplanung ziehen wir in solchen Fällen spezialisierte Firmen bei.

Das Bauen verstehen wir als interaktiven Prozess. Ein ganzheitliches und vernetztes Denken sowie eine kommunikative Arbeitsweise ist für uns Programm. Im Prozess suchen wir den engen Dialog mit der Bauherrschaft, um zur Kernfrage der gestellten Aufgabe zu stossen. In der Auseinandersetzung mit deren Bedürfnissen und Idealen liegt für uns das Potential für Kreativität und Inspiration, Einmaligem und Authentischem. Im Spannungsfeld von Zeitbezug, Vision und Lebenslust, Kultur, Tradition und Kontext versuchen wir für jede Aufgabe die Möglichkeiten auszuschöpfen und eigenständige atmosphärische Lösungen zu kreieren. Der Entwicklungsprozess erfolgt in individueller, konzentrierter Auseinandersetzung mit der gestellten Aufgabe und regelmässigen Besprechungen anhand von Plänen, Skizzen und Modellen. Die Unsetzung erfolgt durch eine präzise Detailplanung unter Beachtung von Innovation und Qualität, Kosten und Terminen sowie Nachhaltigkeit.

Der Gewinn des Wettbewerbes für den Neubau der Zurich International School in Wädenswil im Jahre 1999 war für uns in mehrfacher Hinsicht ein zukunftsweisender Meilenstein. Einerseits ermöglichte uns diese Aufgabe einen erfolgreichen Start, andererseits mussten wir die Verpflichtung eingehen, keine typisch Schweizerische Schule zu bauen, was wiederum unserem Interesse entgegen kam, aus dem damals vorherrschenden Zeitgeist des Minimalismus und orthogonalen Rasters auszubrechen und reichhaltige Raumkonstellationen und Raumfigurationen zu untersuchen.

Ein ebenso interessanter und faszinierender Meilenstein war auch die Gesamtsanierung der Wohnhäuser Wasserschöpfi in Zürich, Sichtbetonbauten aus rohen Brettern von Fritz Schwarz aus den 60er Jahren, welche wir im Inneren mit einer zeitgemässen Isolierung und Auskleidung komplett erneuerten und dabei das rohe Äussere dank einer ausgeklügelten Technik für die Betonsanierung belassen konnten.

Diesem Projekt folgte alsbald in enger und lehrreicher Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege die Gesamtsanierung der Schulanlage Bühl mit diversen Schulräumen, einer Tagesküche und zweier Turnhallen. Kürzlich fertig stellen konnten wir die höchst anspruchsvolle Gesamtsanierung der Technischen Berufsschule Zürich für 34 Mio für den Kanton Zürich. Die Schule ist ein bedeutender Zeitzeuge der Schweizer Nachkriegsmoderne.

Ein für uns bedeutendes realisiertes Wohnbauprojekt ist die Wohnüberbauung Leimbach mit 57 Wohnungen für die Genossenschaft Hofgarten, resultierend aus einem Wettbewerbsgewinn im Jahre 2004. Die Wohnsiedlung mit nachhaltigen Materialien und preiswerten Mieten steht für uns prototypisch für das Weiterbauen an der Stadt. Unsere aktuellsten Wohnbauprojekte sind zweifellos die Wohnbauten mit 120 Wohnungen auf dem Färbi-Areal in Schlieren für die Halter AG Zürich, deren erste Etappe im Jahre 2009 bezogen werden kann.